MUSIK AN SICH CD REVIEW

„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, ganzer Seele und von ganzem Gemüt. Dies ist das höchste und größte Gebot. Das andre aber ist dem gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.“ (Mt 22, 37ff)

Offenbar hat der deutsche Wahl-Dominikaner George Farina dieses von Jesus formulierte „Doppelgebot der Liebe“ mit der Muttermilch aufgesogen. In seinen Texten bekennt er sich zu einem weltoffenen Christusglauben, der sich eindeutig nicht in Konkurrenz zu anderen Bekenntnissen sieht, sondern eine Sprachmöglichkeiten des Glaubens neben anderen ist.
„Und VATER, es ist auch total egal in welchen Versen die Menschen zu DIR beten, wichtig ist einzig und allein; was Du von mir verlangst.“ („Jesus in Tibet“)
Und dieses Verlangen nimmt Farina offenbar ernst. George Farina kann sich in seiner Wahlheimat, der Dominikansichen Republik, so heißt es im Promotext „auf hohem Niveau künstlerisch ausleben und gibt einen Teil der erwirtschafteten Erlöse umgehend zurück an Dorfschulen und Kleinkliniken in seiner Wahlheimat“.
Musikalisch begleitet Farina seinen Train to Heaven mit einem auf Hochglanz produzierten Soul-Pop, der gelegentlich an die mittleren Solo-Alben von Phil Collins erinnert.
Immer wieder setzen Bläsersätze Akzente und packende Grooves tragen die Melodien voran. In Einzelfällen kann auch mal eine Prise Funk („Angel Talk“) oder ein sphärischer Sound („Jesus in Tibet (Instrumental Version)“) eingebaut werden.
Ausfälle wie das stark zersäuselte „Tears of a heartbroken Child” sind die Ausnahme.
Kein Jahrhundertwerk, aber gute, hervorragend produzierte Mainstream-Unterhaltung mit inhaltlicher Substanz!

MUSIK AN SICH

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